Nach dem Tod eines 33-Jährigen nach einem Polizeieinsatz in Hamburg-Billstedt hat die Polizei Hamburg ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war der Mann am 2. August in einem psychischen Ausnahmezustand in Gewahrsam genommen worden und zwei Tage später im Krankenhaus gestorben.
Der Einsatz in der Edvard-Munch-Straße hat am frühen Sonntagnachmittag um 13:16 Uhr begonnen. Nach Polizeiangaben hatte der 33-Jährige im Treppenhaus der Wohnung seiner nicht anwesenden Ex-Partnerin randaliert und sich wiederholt unberechtigt Zutritt verschafft.
Bereits eine halbe Stunde zuvor war die Polizei dorthin gerufen worden; damals habe sich der Mann ruhig verhalten und einen Platzverweis befolgt. Beim zweiten Einsatz sei er verbal nicht steuerbar gewesen, habe geschrien und wirre Angaben gemacht. Die Beamten nahmen ihn in Gewahrsam, um ihm Hilfe zukommen zu lassen. Gegen die Fixierung und Fesselung an Händen und Füßen habe er erheblichen Widerstand geleistet; weil er um sich gespuckt habe, sei ihm eine Spuckschutzhaube angelegt worden. Bei dem Einsatz fanden die Polizisten eine geringe Menge einer rauschgiftverdächtigen Substanz, mutmaßlich Kokain.
Eine Rettungswagenbesatzung transportierte den gefesselten Mann in ein Krankenhaus. Nach der Einlieferung erlitt er einen Kreislaufstillstand; Polizeikräfte begannen unverzüglich mit der Wiederbelebung, anschließend stabilisierten ihn die Mediziner. Am Dienstagnachmittag starb der Mann im Krankenhaus. Polizeisprecher Florian Abbenseth sagte, solche Einsätze stellten eine besondere Herausforderung dar; es habe keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten der Einsatzkräfte gegeben. Staatsanwaltschaft und Polizei prüfen nun, ob eine Drogenintoxikation todesursächlich war.
33-Jähriger stirbt nach mutmaßlichem Drogenkonsum in Hamburg-Billstedt
über dts Nachrichtenagentur
07. August 2026 - 14:50 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland