Brandenburgs Regierung bedauert Rückzug der Berliner Olympiabewerbung

Brandenburgs Regierung bedauert Rückzug der Berliner Olympiabewerbung - (Foto: Dietmar Woidke (Archiv))
Potsdam - Nachdem Berlin seine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele überraschend zurückgezogen hat, bedauern Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Sportminister Gordon Hoffmann den Schritt. Berlin hatte sich mit dem Konzept Berlin+ gemeinsam mit Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg als eine von drei deutschen Regionen beworben. Woidke sagte, es sei schade, dass das olympische Feuer vorerst nicht in Berlin entfacht werde.

Das Konzept Berlin+ sei ein starkes Zeichen für echten Teamgeist über Ländergrenzen hinweg gewesen. Am Sonnabend werde sich zeigen, wer für Deutschland ins Rennen um die Olympischen und Paralympischen Spiele gehe.

Egal, ob diese an der Isar oder an Rhein und Ruhr stattfänden, Brandenburg drücke die Daumen. Er rief dazu auf, die Olympischen Spiele nach Deutschland zu holen.

Hoffmann sagte, er bedauere die Entscheidung Berlins. Er hätte gern die Entscheidung im offiziellen Verfahren des Deutschen Olympischen Sportbundes abgewartet. Olympische und Paralympische Spiele hätten wichtige Impulse für den Sport, für sportbegeisterte Menschen jeden Alters und für die Entwicklung der Region Berlin-Brandenburg geben können.

Sein Dank gelte allen, die mit großem Engagement an Berlin+ gearbeitet hätten, insbesondere den beteiligten Kommunen und Sportstätten in Brandenburg. Jetzt richte sich der Blick auf die verbleibenden deutschen Bewerbungen, denen er viel Erfolg wünsche. Brandenburg sollte im Berliner Olympiakonzept eine zentrale Rolle spielen, etwa mit der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg an der Havel.

Am Samstag entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund auf seiner Mitgliederversammlung in Baden-Baden über die deutsche Olympia-Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 und 2044. Zur Auswahl stehen nun noch München und die Region Rhein-Ruhr mit der Kernstadt Köln. Hamburg hatte seine Bewerbung wegen eines Bürgerschaftsreferendums bereits zurückgezogen, bei dem eine Mehrheit gegen die Pläne gestimmt hatte.


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