Brandenburger Grüne fordern bei Protest auf Glienicker Brücke mehr Personal für Kitas und Schulen

Brandenburger Grüne fordern bei Protest auf Glienicker Brücke mehr Personal für Kitas und Schulen - (Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv))
Potsdam - Die Brandenburger Grünen haben sich am Samstag dem bundesweiten Bildungsprotesttag angeschlossen und unterstützen den Protest auf der Glienicker Brücke sowie die Forderungen der Initiative Bildungswende JETZT! Das teilte die Landesvorsitzende Juliana Meyer mit. Sie kritisierte, in Kitas würden Kinder in Randzeiten nur verwahrt, Unterricht falle aus und Lehrkräfte arbeiteten am Limit.

Bildungsminister Gordon Hoffmann speise Eltern, Schüler und Beschäftigte mit visionslosen Durchhalteparolen ab. Meyer sagte, Kitas und Schulen brauchten mehr Personal statt immer neuer Belastungen. Mehr Menschen müssten qualifiziert und die Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Befristungen sollten die Ausnahme sein, multiprofessionelle Teams flächendeckend aufgebaut werden. Freiwerdende Erzieher aus Kitas sollten sich weiterbilden und künftig auch an Schulen arbeiten können.

Der Unterrichtsausfall müsse deutlich sinken, ohne die Absicherung der Abschlussklassen zulasten der jüngsten Schüler und ihrer Förderung gehen zu lassen. Für die frühkindliche Bildung forderte sie eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung sowie bessere Betreuungsschlüssel und kleinere Gruppen. Kürzungen beim Personalaufbau, bei Förderstunden, bei der Inklusion oder bei bewährten Bildungsprogrammen lehnte sie ab.

Sinkende Kinderzahlen dürften nicht als Vorwand für Stellenabbau oder Standortschließungen dienen, sondern seien eine Chance für kleinere Gruppen und mehr individuelle Förderung. Ziel sei Bildungsgerechtigkeit in ganz Brandenburg, unabhängig von Wohnort, Bildungsstand oder Geldbeutel der Eltern.


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