An der Kreuzung zur Unstrutstraße sollen ihm die fünf den Weg versperrt und ihn gefragt haben, ob er Drogen oder Essen mit sich führt. Nachdem er sich als Essensauslieferer zu erkennen gegeben hatte, soll ihm ein Faltmesser vor den Hals gehalten worden sein. Die Tatverdächtigen tasteten ihn den Angaben zufolge anschließend ab, nahmen sein Handy und bestellten über sein Nutzerprofil einen Fahrdienst.
Nach dessen Ankunft sollen vier von ihnen in das vorgefahrene Fahrzeug eingestiegen sein und dem 26-Jährigen sein Handy zurückgegeben haben. Alarmierte Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 54 hielten den Wagen des Fahrdienstleisters noch an der Kreuzung an und nahmen die vier Tatverdächtigen im Alter von 16, 17, 18 und 19 Jahren fest.
Der mutmaßliche Messerträger konnte nicht mehr angetroffen werden. Die gebuchte Fahrt wurde storniert. Bei dem 17-Jährigen fanden die Kräfte ein 400 Milliliter fassendes Reizstoffsprühgerät und beschlagnahmten es.
Während drei Tatverdächtige am Ort entlassen wurden, kam der 18-Jährige in Polizeigewahrsam. Dort musste er sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen, bevor er ebenfalls auf freien Fuß kam.
Ein Fachkommissariat für täterorientierte Interventions- und Ermittlungsarbeit zur Verhinderung krimineller Karrieren von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden übernahm die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen räuberischen Erpressung mit Waffen.