Berlin - Ein unbekannter Motorradfahrer hat sich in der Nacht zum Samstag in Reinickendorf einer Verkehrskontrolle entzogen und ist auf seiner Flucht in Spandau mit einem Einsatzwagen zusammengestoßen. Das teilt die Polizei Berlin mit. Kurz nach 23:00 Uhr bemerkten Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 11 an der Seidelstraße Ecke Avenue Jean Mermoz einen Motorradfahrer, der so stark beschleunigte, dass das Vorderrad von der Fahrbahn abhob. Die Polizisten wollten ihn kontrollieren.
Der Fahrer missachtete jedoch die optischen und akustischen Anhaltesignale des Einsatzwagens und beschleunigte stark. Die Beamten nahmen die Verfolgung unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten auf. Auf der Flucht über Bernauer Straße, Paulsternstraße, Nonnendammallee, Falkenseer Platz und Falkenseer Damm missachtete er mehrere rote Ampeln.
Am Askanierring brach der Sichtkontakt ab. Gegen 23:50 Uhr sahen Kräfte der Diensthundeführereinheit ihn auf der Niederneuendorfer Allee.
Sie stellten ihren Einsatzwagen mit eingeschaltetem Blaulicht auf Höhe der Bushaltestelle "Bürgerablage" quer auf die Fahrbahn, um die Weiterfahrt zu unterbinden. Der Motorradfahrer umfuhr das Polizeifahrzeug, kollidierte dabei mit diesem, traf mit seinem Lenker die Motorhaube, fuhr seitlich des Fahrbahnrands über unbefestigten Untergrund und flüchtete weiter Richtung Hennigsdorf. Die Einsatzkräfte folgten ihm unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten.
An der Kreuzung Ruppiner Straße Ecke Hauptstraße in Hennigsdorf verloren sie den Sichtkontakt. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens und der Verkehrsunfallflucht haben die örtlich zuständigen Fachkommissariate für Verkehrsdelikte übernommen.