Am Samstag und in der Nacht zum Sonntag haben sich in Berlin mehrere Straftaten im Zusammenhang mit der Wahl zum Abgeordnetenhaus ereignet. Wie die Polizei mitteilte, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes in sechs Fällen die Ermittlungen übernommen. Betroffen waren Wahlplakate, ein Infostand und Parteimitarbeiter.
In Prenzlauer Berg soll am Samstagvormittag gegen 11:40 Uhr ein 57-Jähriger einen 29-jährigen Mitarbeiter einer Partei an einem Infostand auf der Schönhauser Allee beleidigt haben.
Während der Anzeigenaufnahme zeigte eine 44-jährige Mitarbeiterin an, dass ein 41-Jähriger ihren Arm festgehalten und Informationsmaterial zerrissen haben soll. In Zehlendorf riss nach Angaben der Polizei ein 54-Jähriger am Nachmittag gegen 16:40 Uhr ein Wahlplakat von einem Lichtmast; eine Atemalkoholmessung ergab rund zwei Promille. In Köpenick dokumentierten Einsatzkräfte gegen 17:20 Uhr ein zerschnittenes Wahlplakat in der Müggelheimer Straße.
In Charlottenburg entdeckte ein Passant am Samstagabend gegen 22 Uhr ein mit einem nationalsozialistischen Symbol beschmiertes Wahlplakat; die darauf abgebildete Person war verunstaltet. Die Beamten nahmen das Plakat ab. In Reinickendorf brannten in der Nacht zum Sonntag mehrfach Wahlplakate an Lichtmasten. Gegen 1 Uhr löschten Einsatzkräfte die glühenden Reste eines Plakats an der Klemkestraße/Straße vor Schönholz, wobei auch der Mast beschädigt wurde. Gegen 4:50 Uhr meldete ein Zeuge zwei brennende Plakate an der Klemkestraße/Sommerstraße; ein anderer Zeuge löschte die herabgefallenen Plakate in einer Pfütze.
Serie von Wahlkampfdelikten in Berlin
über dts Nachrichtenagentur
16. August 2026 - 12:20 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin