Polizei und Zoll haben am Montag in Berlin-Lichtenberg zwei Nagelstudios kontrolliert. Wie die Polizei und das Hauptzollamt Berlin mitteilten, waren rund 100 Einsatzkräfte der gemeinsamen Ermittlungsgruppe Arbeitsausbeutung beteiligt.
Gegen 13 Uhr betraten die Beamten eine Gewerbehalle an der Herzbergstraße und überprüften alle Personen in beiden Studios. Ziel war es, mögliche Betroffene von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung zu erkennen und aus Zwangsverhältnissen zu lösen.
Insgesamt trafen die Einsatzkräfte rund 138 Personen an, darunter 43 Kunden sowie 84 Beschäftigte und Auszubildende. Bei mehr als 40 Personen wurden Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz festgestellt; unter ihnen waren auch zwei Minderjährige, die der zuständigen Erstaufnahme- und Klärungsstelle für unbegleitete Minderjährige übergeben wurden.
Mehr als 40 Personen wurden erkennungsdienstlich behandelt, 28 von ihnen anschließend dem Landesamt für Einwanderung Berlin überstellt. Auch das Bezirksamt Lichtenberg, die Steuerfahndung und die Kassenprüfung wirkten in eigener Zuständigkeit mit. Keine der kontrollierten Personen gab sich als Opfer von Menschenhandel zu erkennen. Die Einsatzkräfte verteilten Informationsmaterial und führten themenorientierte Gespräche.
Polizei und Zoll kontrollieren Nagelstudios in Berlin-Lichtenberg
über dts Nachrichtenagentur
12. August 2026 - 14:00 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin