Die Mieterhöhungen seien teilweise auf den 21. und 22. September datiert. Der Zeitpunkt wirft nach Einschätzung der Fraktion erhebliche Fragen auf. Der mietenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Niklas Schenker, sagte: "Offensichtlich haben die Landesunternehmen nur den Wahlkampf abgewartet, um nun noch schnell Tatsachen schaffen zu wollen. Der Senat muss jetzt sofort eingreifen, die Mieterhöhungen stoppen und zurücknehmen." Seit Kai Wegner im Amt ist, sind die Mieten für fast 400.000 öffentliche Wohnungen um bis zu 11 Prozent angehoben worden.
Als Abschiedsgeschenk wolle Wegner nun anscheinend noch eine letzte Mieterhöhungswelle lostreten.
Die Linke habe im Wahlkampf einen Mietendeckel für die landeseigenen Wohnungsunternehmen gefordert und wolle ihn jetzt umsetzen. Schenker sagte: "Mir drängt sich der Eindruck auf, die Unternehmen würden noch einmal die Mieten anheben wollen, bevor eine neue Regierung einen Mietenstopp verhängt. Das wäre eine ziemliche Anmaßung."