Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus haben dem Regierenden Bürgermeister vorgeworfen, nach dem Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung erneut nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Die Fraktion teilte am Samstag mit, seit Freitag seien erbeutete Daten aus dem Hackerangriff frei im Netz abrufbar, darunter Unterlagen zur kritischen Infrastruktur und Personalakten von Beschäftigten.
Der Fraktionsvorsitzende Werner Graf erklärte, der Senat habe bereits vor einer Woche von der Erpressung und möglichen Veröffentlichungen gewusst, aber keine Vorkehrungen getroffen. Er nannte es einen Skandal, dass sensible Informationen über die Infrastruktur Berlins für potenzielle Täter frei im Netz verfügbar seien.
Wegner hatte zuvor gesagt, es seien keine sensiblen Daten abgeflossen.
Die Grünen forderten einen Krisenstab, mehr externe Hilfe und eine vollständige Aufklärung des Parlaments. Außerdem müsse es ein einfaches Prüfverfahren geben, damit Betroffene sehen können, ob ihre Daten im Netz stehen. Der Schutz der Bürger dürfe auch in der Hochphase des Wahlkampfs keine Sekunde mehr aufgeschoben werden.
Grüne werfen Regierendem Bürgermeister Falschaussage zu Hackerangriff vor
über dts Nachrichtenagentur
05. September 2026 - 13:25 Uhr
Von Sophie Neumann - Berlin