Im Zusammenhang mit dem Anschlag im Umfeld des Christopher Street Day am 25. Juli ist der Tatverdächtige Abdul B. weiterhin flüchtig. Er soll mehrere Personen mit einem gemieteten Fahrzeug zum Teil lebensgefährlich verletzt haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, mehrere Personen mit einer Stichwaffe angegriffen zu haben, wobei eine Frau noch am selben Abend verstarb. Abdul B. ist in Berlin geboren und deutscher Staatsangehöriger. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin dauern an. Konkrete Auskünfte können zum Schutz der Ermittlungen derzeit nicht gegeben werden. Aufgrund des öffentlichen Interesses können jedoch Informationen zu früheren Verfahren bereitgestellt werden.
Im Februar wurde Abdul B. wegen Körperverletzung und räuberischer Erpressung verurteilt. Er hatte im September 2019 einen Geschädigten auf dem Schulhof einer Berliner Oberschule geschlagen und im Oktober 2020 am Innsbrucker Platz Kopfhörer geraubt. Am 12. Mai wurde Abdul B. erneut verurteilt, diesmal wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Das Gericht hatte ihm eine Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auferlegt. Die Entscheidung über eine Aussetzung dieser Strafe zur Bewährung wurde für sechs Monate zurückgestellt. Abdul B. hatte zuvor versucht, sich dem bewaffneten Kampf des IS anzuschließen, und war im Libanon festgenommen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.