Durchsuchungen und Haftbefehle gegen Schleuserbande in Berlin und weiteren Bundesländern

Durchsuchungen und Haftbefehle gegen Schleuserbande in Berlin und weiteren Bundesländern - (Foto: Polizei (Archiv))
Berlin - Die Bundespolizei und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit haben am Mittwoch in einer großangelegten Aktion zehn Haftbefehle und über 100 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Dies geschah im Rahmen von Ermittlungen gegen eine mutmaßliche Bande, die Ausländer illegal nach Deutschland eingeschleust und sie ohne die Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen beschäftigt haben, teilte die Bundespolizeidirektion Berlin am Mittwoch mit.

Die Durchsuchungen fanden in mehreren Bundesländern, darunter Berlin, Hamburg und Hessen, statt und umfassten 104 Objekte. Es wurden rund 2.200 Einsatzkräfte mobilisiert, um Wohnungen, Firmen und Hotels zu durchsuchen. Die Ermittlungen richten sich gegen 23 Beschuldigte im Alter von 31 bis 59 Jahren.

Der Hauptbeschuldigte, ein 50-Jähriger, soll seit 2022 mit weiteren Bandenmitgliedern zusammengearbeitet haben, um ausländische Arbeitskräfte im Reinigungsgewerbe auszubeuten. Dabei wurden gefälschte Urkunden verwendet, um die rechtlichen Anforderungen zu umgehen. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat Vermögensarreste in Höhe von 106 Millionen Euro angeordnet.

Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt, darunter Dokumente und elektronische Geräte. Die Ermittlungen dauern an, und die festgenommenen Personen werden den zuständigen Haftrichtern vorgeführt.


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