Zuvor hatte die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp einen Mietendeckel bei landeseigenen Wohnungsunternehmen gefordert. "Es braucht eine Politik, die sich mit den Immobilienkonzernen anlegt, damit die Menschen in unserer Stadt ein gutes Leben haben können. Dazu gehört, die Mietabzocke zu stoppen und für Recht und Ordnung auf dem Mietmarkt zu sorgen. Dazu gehört ein Mietendeckel bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen sowie sozialer Wohnungsneubau", sagte Eralp am Freitag auf dem Parteitag in Berlin.
Zudem gehöre "selbstverständlich auch die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände von Immobilienkonzernen", so die Berliner Linken-Spitzenkandidatin weiter. Man könne doch nicht ernsthaft zulassen, "dass mit unseren Wohnungen an der Börse gehandelt wird, dass Vonovia, bei der wir ohne Ende illegale Mieterhöhungen aufgedeckt haben, dieses Jahr eine Milliarde Euro an seine Aktionäre ausgezahlt hat, während die Mieter sich am Ende des Monats den Wocheneinkauf nicht mehr leisten können", sagte Eralp. Deswegen bleibe sie dabei: "Wegen dieser täglichen kalten Enteignung der Einkommen der Mieter müssen Vonovia und Co endlich vergesellschaftet werden", so die Linken-Politikerin.
Bei der Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses am vergangenen Sonntag hatte die Linke 25,7 Prozent der Stimmen erhalten und wurde damit klar die stärkste Kraft. Auf den weiteren Plätzen folgte die bisher regierende CDU mit 18,8 Prozent, die AfD mit 16,3 Prozent, die Grünen mit 14,3 Prozent, die SPD mit 12,1 Prozent. Abgeschlagen waren das BSW mit 4,7 und die FDP mit 2,5 Prozent.