Berlin - Nach einem Fußballspiel in Berlin-Westend hat die Polizei fünf Männer vorläufig festgenommen. Das teilt die Polizei Berlin mit. Gestern erreichten gegen 16:50 Uhr in einem Stadion an der Waldschulallee etwa 30 Gästefans nach Spielende über einen Zaun in den Innenbereich. Dort sprachen vereinseigene Ordner die Gruppe an, es kam zu verbalen Auseinandersetzungen. Gleichzeitig errichteten Kräfte der 22. Einsatzhundertschaft eine Absperrlinie an der Rasenkante am Spielfeldrand.
Die Gruppe begab sich zunächst wieder zurück in den Gästeblock. Etwa 50 Gästefans versuchten, durch einen abgesperrten Bereich zu den Heimfans zu gelangen, unter anderem durch Rütteln und Übersteigen eines Zauns.
Einsatzkräfte verhinderten dies durch ihre Präsenz, die Gästefans verließen das Stadion. Kräfte der Bundespolizei und der 24. Einsatzhundertschaft wurden zur Unterstützung herangezogen. Während der Begleitung der Gästefans zum S-Bahnhof Messe Süd nahm die Polizei Berlin insgesamt fünf Männer vorläufig fest.
Dabei greifen Gästefans die Polizeikräfte unter anderem mit Tritten und Schlägen an. Die Beamten setzen zur Abwehr der Angriffe unter anderem ein Reizstoffsprühgerät ein.
Zwei der vorläufig festgenommenen Personen klagten über Reizungen der Augen und wurden ambulant behandelt. Gegen 17:30 Uhr beruhigte sich die Lage, und die Gästefans wurden von Kräften der Bundespolizei bei ihrer Weiterfahrt vom Bahnhof aus begleitet.
Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des zweifachen Landfriedensbruchs, des zweifachen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie der Beleidigung dauern an.