Anklage nach Messerangriff in Berlin-Moabit erhoben

Anklage nach Messerangriff in Berlin-Moabit erhoben - (Foto: Archivbild von dts)

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen zwei 25 Jahre alte Männer wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung erhoben. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, wird einem der Angeschuldigten zusätzlich versuchter Totschlag vorgeworfen, dem anderen versuchte Nötigung. Nach den Ermittlungen sollen sich die beiden am 8. April gegen 4 Uhr morgens in einem Lokal in der Straße Alt-Moabit aufgehalten haben. Dort sei einer der Männer zunächst in eine verbale Auseinandersetzung mit der Wirtin geraten.

Als ein 30-jähriger Gast verhinderte, dass er sich hinter den Tresen begab, kam es zu einer Rangelei, die von Zeugen beendet wurde. Vor dem Lokal sollen sich die beiden dann verabredet haben, den 30-Jährigen anzugreifen. Einer soll bereits den Entschluss gefasst haben, sein mitgeführtes Messer einzusetzen, um den Mann zu töten. Als der 30-Jährige das Lokal verließ, sollen die beiden ihn attackiert haben: einer mit Schlägen und Tritten, der andere mit mehreren Messerstichen in Bauch und Brust.

Ein Zeuge habe den Messerstecher zu Boden gebracht und entwaffnet. Während er ihn festhielt, soll der andere versucht haben, den Zeugen durch Tritte ins Gesicht zu befreien. Der 30-Jährige konnte durch eine Notoperation gerettet werden. Der 25-Jährige, dem versuchter Totschlag vorgeworfen wird, befindet sich seit dem 9. April in Untersuchungshaft. Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens muss nun eine Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin entscheiden. Es gilt die Unschuldsvermutung.


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