Zukunftstag Mittelstand 2026: Den Standort Deutschland stärken, Wohlstand sichern

Christoph Ahlhaus bei seiner Eröffnungsrede | Bild: BERLINboxx

Mit scharfer Kritik an der Wirtschaftspolitik der Großen Koalition hat Mittelstandschef Christoph Ahlhaus in Berlin den Zukunftstag Mittelstand 2026 des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) eröffnet. Auf der weltgrößten Mittelstandsmesse forderte der Vorsitzende der BVMW-Bundesgeschäftsführung die Bundesregierung auf, den Sachverstand des Mittelstands endlich stärker bei politischen Entscheidungen einzubinden. Live zugeschaltet, unterstrich Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Bedeutung des unternehmerischen Mittelstands als verlässlicher Partner. Der CSU-Vorsitzende betonte zugleich, dass ein Scheitern der derzeitigen Bundesregierung keine Option sei.

Mittelstandschef Ahlhaus: Entlastung der Unternehmen statt Reförmchen

Mehr als 6.000 Unternehmerinnen und Unternehmer, 100 Top-Speaker, politische Prominenz und starke Partner wie BMW, Lufthansa oder Microsoft machen den Zukunftstag auch in diesem Jahr wieder zum wichtigsten Event des Mittelstands im deutschsprachigen Raum. In seinem Eröffnungsstatement ging Christoph Ahlhaus unter starkem Beifall der Mittelständler mit der schwarz-roten Regierungskoalition hart ins Gericht. Seit einem Jahr wisse Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dass er anpacken und liefern müsse. Das bisherige Ergebnis seien Reförmchen. „Wo sind denn die 500 Milliarden spürbar?“ fragte der BVMW-Chef. Enttäuscht zeigte er sich auch von den Ergebnissen des jüngsten Krisengipfels. Der Krisenbonus von 1.000 Euro sei, so Ahlhaus wörtlich, „eine Verhöhnung“. Er werde als Entlastung verkauft, sei aber in Wirklichkeit eine weitere Belastung für die Betriebe. Der Mittelstandschef streckte zugleich der Politik die Hand zur Zusammenarbeit aus. „Wir wollen den Erfolg der Bundesregierung – und damit den Erfolg unseres Landes!“. Der Mittelstand sichere Wohlstand, Demokratie und Stabilität in Deutschland.

Ministerpräsident Söder: Nein zu Steuererhöhungen

Auch Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder zeigte sich nach eigenen Worten „nicht euphorisch“, was die Ergebnisse der Krisenklausur der Regierungskoalition angeht. Und betonte wörtlich: „Den größten Quatsch, den verhindere ich.“ In Sachen Krisenbonus signalisierte Söder Unterstützung für den derzeit ohnehin besonders belasteten Mittelstand. „Es darf kein sozialer Druck entstehen für die Unternehmer zu zahlen.“ Als Erfolg verbuchte er, dass die Union das Verbrenner-Aus gegen erhebliche Widerstände des Koalitionspartners SPD verhindert habe. Bei seiner klaren Absage an mögliche Steuererhöhungen, insbesondere der Erbschaftsteuer, konnte sich der CSU-Vorsitzende der Zustimmung der Mittelständler und ihrer führenden Vertretung, dem BVMW, sicher sein. Söders zentrale Botschaft war zugleich die des Zukunftstags Mittelstand: Die Unternehmen und Leistungsträger unseres Landes müssen spürbar entlastet werden.

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Zukunftstag Mittelstand 2026: Den Standort Deutschland stärken, Wohlstand sichern Bild 1
Christoph Ahlhaus (r.) mit Partnern und Sponsoren des Zukunftstags Mittelstand 2026 | Bild: BERLINboxx
Zukunftstag Mittelstand 2026: Den Standort Deutschland stärken, Wohlstand sichern Bild 2
Christoph Ahlhaus übergibt das Wort an Dr. Markus Söder (CSU), live zugeschaltet aus Bayern | Bild: BERLINBoxx

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Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW). Foto von BerlinBoxx

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