Berliner Sparkasse, Berliner Volksbank, DKB und IBB haben heute ein gemeinsames Gutachten zu den Folgen einer möglichen Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände vorgestellt. Dazu erklärt Ute Weiland, Geschäftsführerin des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI): „Es ist eine deutliche Warnung: Wenn sich vier zentrale Finanzierungspartner der Berliner Wohnungswirtschaft gemeinsam und in dieser Klarheit zur Vergesellschaftungsdebatte äußern, dann hat diese Debatte eine neue Dimension erreicht.
Das heute vorgestellte Gutachten dieses einzigartigen Zusammenschlusses zeigt, was auf dem Spiel steht: Es geht längst nicht mehr nur um wohnungspolitische Symbolik, sondern um einen Systemwechsel mit erheblichen Folgewirkungen — für den Landeshaushalt, für private Investitionen, für den Immobiliensektor und ganz konkret für uns Berlinerinnen und Berliner.
Eine Verstaatlichung bestehender Wohnungsbestände würde keine einzige neue Wohnung schaffen. Sie würde öffentliche Milliarden in die Umverteilung bestehender Eigentumsverhältnisse lenken, während Kapitalflucht, massive Marktverunsicherung und ein Vertrauensverlust drohen, der weit über Berlin hinausreicht. Berlin würde damit zum Präzedenzfall — mit Folgen für die Glaubwürdigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland insgesamt.
Wer mehr Wohnungen will, muss Investitionen ermöglichen — nicht verhindern. Die knappen öffentlichen Mittel Berlins sollten nicht in ein Experiment fließen, das den Landeshaushalt überfordert, den Standort schwächt und am Ende vor allem den Berlinerinnen und Berlinern schadet.“