Zwischen Anfang Mai und dem Ende der Sommerferien wurden demnach 248 Todesfälle registriert, zwölf mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders im Juni kam es mit mindestens 101 Todesfällen zu einem außergewöhnlichen Anstieg der Ertrinkungsfälle, was auf die lang anhaltenden hohen Temperaturen und den damit verbundenen Andrang an Gewässern zurückgeführt wird. Bezogen auf die unfallreichsten Monate Mai bis August entfielen rund 43 Prozent der Todesfälle auf den ersten Sommermonat - das ist ein neuer Höchstwert.
Junge Männer sind besonders gefährdet, da sie häufig vermeidbare Risiken eingehen. Seit Jahresbeginn ertranken mindestens 88 Menschen zwischen elf und 30 Jahren, was 15 Todesfälle mehr als im gesamten Vorjahr bedeutet. Mehr als 90 Prozent der verunglückten Personen in dieser Altersgruppe waren männlich. Die Zahl der Todesfälle bei Senioren sank unterdessen deutlich. Ein Drittel der Opfer bekannten Alters waren Menschen über 60 Jahre, mit 84 Todesfällen, was 24 weniger als im Vorjahreszeitraum sind.
Die meisten Todesfälle ereigneten sich in Seen und Teichen, während in Flüssen und Bächen weniger Unglücke verzeichnet wurden. 146 Opfer bedeuten vier mehr als im Vorjahreszeitraum. In Flüssen und Bächen (103) ereigneten sich weniger Unglücke (2025: 120). Auch in Kanälen (+9) sowie in den Meeren (+2) und in Schwimmbädern (+2) weist die DLRG-Statistik aktuell eine höhere Zahl zu Tode gekommener Personen aus.
Entgegen der bundesweiten Veränderung zum Vorjahr ertranken in Nordrhein-Westfalen (+16), Sachsen (+10), Schleswig-Holstein (+4), Berlin (+3) und Rheinland-Pfalz (+2) mehr Menschen. In absoluten Zahlen ereigneten sich die meisten tödlichen Unfälle in Bayern. Hier ertranken bis zum Ende der Sommerferien 61 Personen. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es 73. Insgesamt 24 Personen verstarben infolge von Unfällen mit Booten und Wassersportgeräten wie Kajaks oder SUP-Boards.