Die CDU Brandenburg hat die Einigung zur regionalen Ausgestaltung der Ausschreibungen für neue Kraftwerke im Rahmen des Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetzes begrüßt. Der gefundene Kompromiss stelle sicher, dass auch der Norden und Osten Deutschlands beim Aufbau neuer gesicherter Kraftwerkskapazitäten angemessen berücksichtigt werden, sagte der Lausitzer Landtagsabgeordnete und Generalsekretär der CDU Brandenburg, Julian Brüning, am Montag. Brüning bezeichnete die Einigung als gute Nachricht für die Lausitz. Die Zusagen des Bundes gegenüber den Lausitzerinnen und Lausitzern würden eingehalten.
Der Kompromiss sorge dafür, dass neue Kraftwerkskapazitäten nicht einseitig in einzelnen Regionen entstehen, sondern auch Nord- und Ostdeutschland eine faire Perspektive erhalten. Dies sei für die Lausitz als traditionelle Energieregion von zentraler Bedeutung. Nach der Verständigung sollen Kraftwerksprojekte zunächst unabhängig von regionalen Vorgaben nach den günstigsten Angeboten ausgewählt werden. Sofern ein Drittel des Ausschreibungsvolumens auf Standorte im netztechnischen Norden entfällt, erhalten Kraftwerksprojekte im netztechnischen Süden einen rechnerischen Bonus bei der Bewertung ihrer Gebote. Brüning betonte, dass die Lausitz beim Aufbau neuer gesicherter Kraftwerkskapazitäten eine starke Rolle behalten müsse.