Bayern fördert HPV-Impfungen an Schulen

Bayern fördert HPV-Impfungen an Schulen - (Foto: Symbolbild von dts)

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach hat angekündigt, im Kampf gegen bestimmte Krebsarten verstärkt auf Schulimpfaktionen gegen Humane Papillomviren (HPV) zu setzen. Zwei Modellprojekte in Rosenheim und Aschaffenburg seien erfolgreich verlaufen, teilte die Ministerin am Sonntag mit. Dies sei ein Startsignal für andere Gesundheitsämter in ganz Bayern, ebenfalls HPV-Impfaktionen an Schulen anzubieten. Die Modellprojekte wurden vom Gesundheitsministerium angestoßen und von den Gesundheitsämtern in Rosenheim und Aschaffenburg in Zusammenarbeit mit den Schulen umgesetzt.

Teilgenommen haben das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim und die Edith-Stein-Realschule in Alzenau. Die Impfungen wurden für die Jahrgangsstufen 5 bis 11 beziehungsweise 5 bis 10 angeboten. Die meisten Impfungen fanden im Rahmen einer Erstimpfung statt. Folgeimpftermine sind für Oktober 2026 in Rosenheim und Januar 2027 in Alzenau geplant. Gerlach betonte, dass Schulimpfaktionen einen bedeutenden Beitrag leisten könnten, um die HPV-Impfquoten zu erhöhen. Nach Daten des Robert Koch-Instituts waren im Landkreis Rosenheim im Jahr 2024 lediglich 39 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 17 Prozent der gleichaltrigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft. Die von der Weltgesundheitsorganisation angestrebte Impfquote liegt bei 90 Prozent. Die Ministerin verwies zudem auf die noch bis zum 12. Juli laufende 8. Bayerische Impfwoche, die einen Schwerpunkt auf die HPV-Impfung legt.


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