Linke kritisiert geplante Rheinmetall-Übernahme von Blohm+Voss in Hamburg

Linke kritisiert geplante Rheinmetall-Übernahme von Blohm+Voss in Hamburg
Der Rüstungskonzern Rheinmetall plant nach Medienberichten die Übernahme des Marineschiffbauers Naval Vessels Lürssen (NVL), wovon auch die Hamburger Werft Blohm+Voss betroffen wäre. Die Lürssen-Familie als derzeitige Eigentümerin muss dem Verkauf noch zustimmen. David Stoop, friedenspolitischer Sprecher der Linken-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, teilte mit: 'Mit der geplanten Übernahme setzt sich ein unseliger Trend fort. Die Rüstungsmilliarden der Bundesregierung und die Übergewinne der Rüstungskonzerne führen zu einer Machtkonzentration bei einer Handvoll von Konzernen.' Er forderte, dass der Staat die Übergewinne abschöpfen solle statt Aufkäufe zu ermöglichen. Kay Jäger, hafen- und gewerkschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion, warnte: 'Beschäftigte aus dem zivilen Bereich von Blohm+Voss dürfen nicht damit erpresst werden, künftig Kriegsgerät zu produzieren.' Er kritisierte die verfehlte Industriepolitik der vergangenen Jahre, die Rheinmetall den Weg für seine 'Shoppingtour' geebnet habe.

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