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Ist das Lipödem eine Schicksalserkrankung für Frauen?

Ist das Lipödem eine Schicksalserkrankung für Frauen? Symbolfoto: Ron Lach Pexels

Beauty-Expertin Denise Hopfe: Immer häufiger fragen sich Frauen, die stetig an Gewicht zunehmen und vermehrt Fettpolster an den Beinen und Armen bekommen, ob sie ein Lipödem haben. Durch das vermehrte Interesse an der Erkrankung in Presse, Rundfunk und Fernsehen, aber auch bei deutschen Politikern, scheint es fast eine Modeerkrankung geworden zu sein. Zumindest werden die dermatologisch, phlebologisch und plastisch chirurgisch ausgerichteten Ärzte vermehrt von den betroffenen Frauen aufgesucht, um eine entsprechende Diagnose zu bekommen. Aber leider bedurfte es bisher oft 10-15 Arztkontakten, bis die Diagnose Lipödem endgültig gestellt werden konnte, was teilweise ein jahrelanger Leidensweg der Patientinnen bedeutete.

Bisher lassen die gesetzlichen Krankenkassen nur eine konservative sogenannte lymphologische Therapie in Form von manuellen Lymphdrainagen mit anschließender Kompressionsbehandlung als Kompressionsbandagierung oder als Kompressionsstrumpfversorgung mit Rundstrick- oder Flachstrickstrümpfen zu, die eine erhebliche Einschränkung an Lebensqualität bedeuten.

Derzeit läuft eine Erprobungsstudie zur Liposuktion bei Lipödempatientinnen im Stadium 3 im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung. Das Stadium 3 stellt das höchste Erkrankungsstadium mit extremen Fettpolstern an den Armen und Beinen und am Gesäß dar, sogenannten Fettwammen, bei vergleichsweise schmalem Rumpf. Die Haut ist grobknotig verändert und das Gewebe stark verhärtet. Es kommt zu einer ausgeprägten Umfangsvermehrung und groß lappig überhängenden Gewebeanteilen der Haut und Unterhaut. Die Patienten beklagen neben den Schmerzen im Fettgewebe die Schwere der Beine zum Abend und eine deutliche Gehbehinderung, weil die Fettmassen an den Oberschenkeln zu einer X- Beinstellung der Beine führen, vorzeitig Kniearthrosen verursachen und Hautmazerationen an den Innenschenkeln. Nach Jahren können diese Beschwerden zu einer depressiven Verstimmung oder gar Depression führen.

Leider sind aber auch die meisten Patientinnen in diesem Stadium, aber auch schon im Stadium 2 übergewichtig, adipös oder stark adipös. Aber muss es soweit kommen? Leider ist die heutige medizinische Behandlung mehr auf die Symptombehandlung als auf die Ursachenforschung ausgerichtet. Ganz sicher ist eine Liposuktion eine seit Jahren sicher durchgeführte Operation, die eine deutliche Reduktion des stark verbreiterten Fettgewebes der Unterhaut erreicht und damit einen Großteil der Schmerzen für immer beseitigt und auch einen Teil der orthopädischen Komplikationen lindert.

Voraussetzung für einen langfristigen OP-Erfolg ist und bleibt aber eine Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung und eine Suche nach den Ursachen der Lipödemerkrankung, die ganzheitlich betrachtet, eine Form einer schleichenden chronischen Entzündung und bei Adipositas eine Stoffwechselerkrankung mit chronischer Entzündungskomponente ist. Mögliche relevante Auslöser solch einer schleichenden chronischen Entzündung im Körper sind abgelaufene Virus- und bakterielle Infektionen, häufige Antibiotikagaben schon im Kindesalter, psychische Traumata und Dauerstress, Umweltgifte, schlechte Ernährung, elektromagnetische Strahlung und vieles mehr.

Eine ganzheitliche Labordiagnostik, die die Mangelerscheinungen an Mikronährstoffen, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen als Folge der chronisch schleichenden Entzündung aufdeckt, sollte immer begleitend zu jeder konservativen Therapie und Liposuktion erfolgen, da nur danach ein Ausgleich der Defizite das Entzündungspotential im Körper und damit die stetige Gewichtszunahme und Fettgewebsvermehrung an den Armen und Beinen reduzieren und im besten Fall stoppen kann.

Deshalb bieten wir unseren Lipödempatientinnen neben einer entsprechenden Diagnostik des Krankheitsbildes und operativen Reduktion des vermehrten Fettgewebes an Armen und Beinen sowie  dem Gesäß  eine ganzheitliche Suche nach den Auslösern der chronisch schleichenden Entzündung, die Labordiagnostik zum Auffinden der Mangelerscheinungen im Körper sowie deren Ausgleich und die Anleitung zu einer entzündungshemmenden Ernährung.  

Weitere Informationen über Beauty-Expertin Denise Hopfe findet man auf der Internetseite von First Class Medical, klicke hier:

First Class Medical

Foto: First Class Medical
Foto: First Class Medical
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