Schlaf – die vergessene Therapie

Archivbild von Depositphotos |Wavebreakmedia | Lizenznehemr: Pressebüro LAAKS

Wenn der Körper nicht mehr in die Erholung findet: Wie Schlafstörungen, Nährstoffmängel und hormonelle Veränderungen nach einer Schwangerschaft zusammenhängen könne!  Schlaf wird häufig erst dann zum medizinischen Thema, wenn er über längere Zeit nicht mehr trägt. Dann zeigt sich, wie eng Nachtruhe, Belastbarkeit, innere Stabilität und körperliche Regulation miteinander verbunden sind.

Die Erfahrung einer Patientin von ViewMed – Zentrum für umfassende Medizin in Hamburg zeigte genau diesen Zusammenhang: Nach ihrer zweiten Schwangerschaft, dem Wiedereinstieg in den Beruf und anhaltender familiärer Belastung entwickelte die 39-jährige Lehrerin eine schwere Erschöpfungssymptomatik. Im Mittelpunkt stand ein Problem, das zunächst banal klingt, für die Betroffene aber zunehmend zum bestimmenden Faktor wurde: Sie konnte nicht mehr schlafen.

Die Patientin stellte sich erstmals im November 2025 bei der leitenden Medizinerin, Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie, Arezu Dezfuli, vor. Zu diesem Zeitpunkt beschrieb sie nicht nur Müdigkeit, sondern ein komplexes Beschwerdebild: nächtliches Erwachen gegen drei Uhr, kreisende Gedanken, Konzentrationsstörungen, ein Gefühl von „Watte im Kopf“, innere Unruhe, Herzrasen und eine deutlich reduzierte Leistungsfähigkeit. Subjektiv lag diese nur noch bei etwa 20 Prozent ihres gewohnten Niveaus.

Auffällige Laborbefunde erhärten den Verdacht

„Gerade bei Erschöpfungszuständen reicht es häufig nicht aus, nur auf ein einzelnes Symptom zu schauen“, sagt Arezu Dezfuli, Gründerin von ViewMed. „Schlafstörungen, hormonelle Veränderungen, Nährstoffmangel, Stressbelastung und Stoffwechselprozesse können eng miteinander verbunden sein. Deshalb ist es wichtig, die Zusammenhänge systematisch zu erfassen und ärztlich einzuordnen.“

Bei der Patientin zeigte die weiterführende Diagnostik mehrere auffällige Befunde. Neben einem deutlichen Eisenmangel fanden sich unter anderem Defizite bei Mikronährstoffen wie Vitamin C, Vitamin D und Folsäure. Damit rückte auch die orthomolekularmedizinische Einordnung in den Fokus: Sie beschäftigt sich damit, ob dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente oder andere Mikronährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Zusätzlich ergab sich ein unausgeglichenes Hormonbild mit einem relativen Progesteronmangel. Dieser kann insbesondere bei Frauen in Phasen hormoneller Umstellung eine Rolle spielen – etwa im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit, Belastung und zunehmendem Alter.

Schlaf verbessert sich – Belastbarkeit kehrt schrittweise zurück

Der Behandlungsansatz bei ViewMed erfolgte mehrstufig. Zunächst wurde die Basis stabilisiert: Dazu gehörten eine angepasste Ernährung mit deutlicher Reduktion von Gluten, Laktose und industriellem Zucker sowie Maßnahmen zur Unterstützung der Darmgesundheit. Parallel wurden die diagnostisch festgestellten Mikronährstoffdefizite im Sinne einer orthomolekularmedizinischen Behandlung gezielt ausgeglichen. Im weiteren Verlauf kam eine Therapie mit bioidentischem Progesteron hinzu.

Für die junge Frau war hauptsächlich die Veränderung des Schlafs entscheidend. Nach Beginn der hormonellen Unterstützung berichtete sie über eine deutliche Verbesserung: Sie konnte an manchen Tagen wieder ein- und durchschlafen, fühlte sich dann tagsüber erholter und gewann spürbar an Energie. Ihre Leistungsfähigkeit stieg nach eigener Einschätzung von etwa 20 auf rund 70 Prozent an. Da jedoch weiterhin ein Teil bis zur vollständigen Belastbarkeit fehlte, wurde die Diagnostik im Verlauf durch das inzwischen behandelnde ViewMed-Ärzteteam erweitert. So rückten unter anderem die Nebennierenrindenhormone und Neurotransmitter in den Fokus. Auch hier zeigten sich Hinweise auf Defizite, die zur anhaltenden Erschöpfung, zur inneren Anspannung und zur gestörten nächtlichen Regeneration passen konnten. Ergänzende Maßnahmen zur Unterstützung der Neurotransmitter-Balance führten schließlich dazu, dass die Patientin sich nach rund fünf bis sechs Monaten wieder auf ihrem früheren Leistungsniveau fühlte.

Schlaf als Schlüssel zur Regeneration

Der Fall zeigt aus Sicht von ViewMed, welche zentrale Rolle Schlaf in der Behandlung komplexer Erschöpfungszustände spielen kann. Schlaf ist ein zentraler Regenerationsprozess. Er beeinflusst unter anderem die hormonelle Regulation, die Konzentrationsfähigkeit, die emotionale Stabilität und die körperliche Belastbarkeit. Wird Schlaf dauerhaft gestört, kann dies bestehende körperliche und psychische Belastungen verstärken. Umgekehrt kann eine Verbesserung des Schlafs ein entscheidender Schritt sein, damit sich der Organismus wieder stabilisiert.

Gleichzeitig macht der Fall deutlich, dass eine erfolgreiche Behandlung nicht automatisch abgeschlossen ist, sobald sich die Symptome bessern. Bestehende hormonelle Veränderungen können weiter eine Rolle spielen und müssen je nach individueller Situation kontrolliert und medizinisch begleitet werden. ViewMed setzt deshalb auf eine Kombination aus ausführlicher Anamnese, laborbasierter Diagnostik, internistischer Einordnung, Orthomolekularmedizin, funktioneller Medizin und engmaschiger therapeutischer Anpassung.

„Viele Patientinnen und Patienten kommen erst dann, wenn sie schon lange nur noch funktionieren, aber innerlich längst erschöpft sind“, sagt Fachärztin Arezu Dezfuli. „Unser Ziel ist es, nicht nur kurzfristig Symptome zu lindern, sondern die körperlichen Hintergründe zu verstehen und daraus eine individuell passende Behandlung abzuleiten.“

Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag beschreibt einen individuellen Behandlungsverlauf. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Therapie. Ob und welche Untersuchungen und Behandlungen sinnvoll sind, sollte immer im persönlichen ärztlichen Gespräch und auf Grundlage der individuellen Befunde entschieden werden.

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von

ViewMed – Zentrum für umfassende Medizin Fachärztin für Innere Medizin & Nephrologie Arezu Dezfuli

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