Das Cybercrime-Zentrum der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg sind gemeinsam gegen Cybergrooming vorgegangen. Wie die Behörden mitteilten, waren speziell geschulte Ermittler im Herbst 2025 über mehrere Tage hinweg in sozialen Netzwerken und Chatplattformen als vermeintlich Minderjährige unterwegs.
Auf Grundlage der dabei geführten Chats konnten zehn tatverdächtige Männer im Alter von 19 bis 47 Jahren identifiziert werden. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern ohne Körperkontakt, der Verbreitung pornografischer Inhalte sowie des Besitzes kinderpornografischer Inhalte eingeleitet.
Bei Verurteilungen drohen den Beschuldigten Geld- oder Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.
In den folgenden Monaten wurden die Wohnungen von acht Beschuldigten in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt durchsucht. Dabei stellten die Ermittler zahlreiche Computer, Smartphones und weitere digitale Speichermedien sicher. Zwei weitere Tatverdächtige sind derzeit unbekannten Aufenthalts.
Zehn Männer nach Cybergrooming-Ermittlungen in Baden-Württemberg identifiziert
über dts Nachrichtenagentur
23. Juni 2026 - 12:00 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland