Weimer fürchtet Abschaffung von Weihnachten durch AfD

Weimer fürchtet Abschaffung von Weihnachten durch AfD - (Foto: Weihnachtsmänner (Archiv))
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer warnt davor, dass eine AfD-Regierung christliche Feiertage wie Weihnachten abschaffen könnte. "Auf dem Parteitag wurde ein Antrag gestellt, man solle christliche Feiertage abschaffen und germanische einführen - Wintersonnenfest, Julfest und solche Dinge. Das ist schon ein krasser Eingriff in unser kulturelles Selbstgefühl", sagte er dem "Stern". Er sei absolut vom Team Weihnachten. Hinter dem auf dem Parteitag diskutierten, aber letztlich abgelehnten Vorstoß stehe der Gedanke, das Land völkisch neu zu definieren, so Weimer weiter.
Egal, wie man zum christlichen Glauben stehe: Die Traditionslinie einer "christlich-jüdischen Herkunft" sei so tief kulturprägend für alles, was man kenne, dass ein frontaler Kampf dagegen schon wirklich revolutionäre Intention habe. "Und da sage ich: Ihr wollt ja nicht wirklich zurück in das Völkische, in ein germanisches Konstrukt. Und an dieser Weihnachtsfrage kulminiert das praktisch, deswegen nehme ich das Thema an." Weimer warnte vor den Plänen der AfD, eine patriotische Kulturpolitik einzuführen. "Die bieten im Grunde genommen Neonationalismus an, altes Treibholz aus dem 19. Jahrhundert, reinen Nationalismus", sagte er. Alles solle geschlossen werden, vom Bauhaus bis zu kirchennahen Dingen. Vor allem den antikirchlichen Reflex der AfD müsse die Mitte stärker benennen. "Dann kannst du dich fragen: Willst du wirklich jetzt Julfest, oder findest du Weihnachten noch ganz okay? Und dann sage ich: Okay, wenn du Team Weihnachten bist, dann wähl die nicht."

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