Warnung vor Iran-Angriff auf US-Air-Base Ramstein: Ex-Vize-Außenminister Schäfer warnt

Ex-Vize-Außenminister Schäfer warnt. Archivbild von Helmut Schäfer

Der langjährige Staatsminister im Auswärtigen Amt, Helmut Schäfer, hat wenige Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz scharfe Kritik am laufenden Wahlkampf geübt. Dieser sehe völlig darüber hinweg, dass auch Rheinland-Pfalz ganz schnell Ziel iranischer Angriffe werden könne. Wenn sich der von Israel und den USA unter völliger Missachtung des Völkerrechts überfallene Staat weiter zur Wehr setze, könne davon insbesondere auch die amerikanische Air Base im rheinland-pfälzischen Ramstein als größter US-Militärstützpunkt außerhalb der USA betroffen sein. Immerhin sei von dort seit Jahren auch die massive US-Einflussnahme auf die ölreichen Staaten im Nahen Osten betrieben worden – und das in hohem Maße an den Verbündeten vorbei.

„Wenn Bundeskanzler Merz nur Stunden nach Netanjahus und Trumps gemeinsamen Überfall auf den Iran schon nach Washington eilt, um den Alliierten die Nutzung ihrer Stützpunkte in Deutschland für ihre Kriegsführung anzubieten, ist das nicht ohne Risiko. Dass er damit auch Deutschland in den Fokus militärischer Planungen des Irans hineinziehen könnte, war ihm offensichtlich nicht so bewusst, wie eine mit Bedacht geführte Außenpolitik dies erwartet hätte“, sagt Ex-Staatsminister Helmut Schäfer.

Der Elder Statesman kritisiert in diesem Zusammenhang auch, dass der Bundestag nicht vorab informiert worden sei. Ganz anders habe sich Spaniens Ministerpräsident verhalten: „Sánchez hat den Mut gezeigt, den Iran-Krieg klar zu verurteilen und Basen für das US-Militär zu sperren. Hut ab dafür. Wenn Trump jetzt wütet, ist das nicht das schlechteste Zeichen für eine besonnene Außenpolitik“, so der ehemalige Vize-Außenminister Helmut Schäfer. Orginal Statement Helmut Schäfer.


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