Die spanische Nationalmannschaft geht nach einer statistischen Prognose der Technischen Universität Dortmund als Favorit in die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren, die am 11. Juni in den USA, Kanada und Mexiko startet. Das teilte die Hochschule mit. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der TU Dortmund hat mithilfe eines hybriden Machine-Learning-Modells die Siegwahrscheinlichkeiten für das erste Turnier mit 48 Mannschaften berechnet.
Demnach liegt Spanien mit einer Wahrscheinlichkeit von 14,5 Prozent vorne, dicht gefolgt von England und Frankreich mit jeweils 12,4 Prozent.
Deutschland kommt auf 11,2 Prozent, Portugal auf 8,9 Prozent, Argentinien auf 8,2 Prozent, die Niederlande auf 5,6 Prozent und Brasilien auf 4,7 Prozent. „Im Vergleich zu früheren Turnieren ist das Feld der Titelfavoriten in diesem Jahr sehr gedrängt“, sagte Achim Zeileis von der Universität Innsbruck, der an der Studie beteiligt war. Die Prognose stützt sich auf Spielstärken aus vergangenen Länderspielen, Buchmacherquoten, Spieler-Ratings und den durchschnittlichen Marktwert der Kader.
Das deutsche Team erreicht laut Berechnung mit einer Wahrscheinlichkeit von 70,5 Prozent die Runde der besten 16 und mit 30 Prozent das Halbfinale. Auffällig sei, dass die Wettanbieter die Titelchance Deutschlands mit 5,4 Prozent deutlich niedriger ansetzen als das Modell, sagte Andreas Groll von der TU Dortmund. Das Forschungsteam simulierte die WM 100.000-mal am Computer. Bisher trafen die Prognosen unter anderem bei der WM 2010, der EM 2012 und der Frauen-WM 2019 zu.
WM-Prognose: Spanien laut Statistik Favorit, Deutschland mit Chancen
über dts Nachrichtenagentur
09. Juni 2026 - 16:35 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland