Synthetischer Flugkraftstoff aus dem Industriepark Frankfurt-Höchst ist erstmals in einem regulären Passagierflug eingesetzt worden. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Das "Power-to-Liquid-Kerosin" stammt aus der Anlage "Era one" des Unternehmens Ineratec und wurde auf einem KLM-Flug von Amsterdam nach Hamburg genutzt.
Die Anlage in Frankfurt-Höchst erhielt zugleich nach Angaben des Ministeriums als weltweit erste sogenannte "Fischer-Tropsch-Power-to-Liquid-Anlage" eine EU-Zertifizierung für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs.
Damit erfülle der dort hergestellte Kraftstoff die Anforderungen der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie für solche Kraftstoffe.
In der Anlage werden aus grünem Wasserstoff und abgeschiedenem Kohlendioxid synthetische Kraftstoffe hergestellt. Die Zertifizierung ermöglicht es, die Kraftstoffe künftig auf verbindliche Quoten für erneuerbare Kraftstoffe im Verkehrssektor anzurechnen.
Das Land Hessen unterstützt den Aufbau einer Wasserstoff- und Power-to-Liquid-Wirtschaft seit mehreren Jahren. Nach Ministeriumsangaben wurde unter anderem die Planung und der Bau eines Tanklagers am Standort mit bis zu 1,1 Millionen Euro gefördert. Ziel sei es, Forschung, industrielle Produktion und den Markthochlauf klimafreundlicher Technologien stärker zu verbinden.
Synthetischer Flugkraftstoff aus Hessen erstmals im Linienflug eingesetzt
über dts Nachrichtenagentur
01. Juli 2026 - 11:45 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland