Die stellvertretende SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Viviane Sigg hat der neuen baden-württembergischen Verkehrsministerin Razavi vorgeworfen, die Klimapolitik im Verkehrsbereich praktisch aufgegeben zu haben. Das teilte die SPD-Landtagsfraktion am Freitag in Stuttgart mit.
Hintergrund ist ein SWR-Bericht, in dem Razavi auf „saubere Verbrenner“ für den Übergang setzt. Sigg erklärte dazu, solche Verbrenner gebe es klimapolitisch gesehen nicht.
Gleichzeitig bremse die Ministerin bei der E-Mobilität, obwohl der Trend wegen steigender Spritpreise und Versorgungsängsten immer stärker zu Elektroautos gehe, die ihren Anteil an den Neuzulassungen in Deutschland jeden Monat ausbauten.
Es bleibe ein Rätsel, wie man nach Jahrzehnten ohne Fortschritt beim Klimaschutz im Verkehr mit Verbrennern und nicht vorhandenen synthetischen Kraftstoffen die Klimaziele des Landes erreichen wolle, so Sigg weiter. Offenbar wolle man das auch gar nicht.
SPD wirft Grünen Aufgabe der Klimapolitik im Verkehr vor
über dts Nachrichtenagentur
29. Mai 2026 - 11:35 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland