Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler, rechnet vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland mit mehr Desinformation. Er begründete dies mit dem deutlichen Rückgang der Asylzahlen: Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin und die AfD sei diese Entwicklung "pures Gift", sagte Fiedler dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe).
Putin verliere damit bei seiner hybriden Kriegsführung ein wesentliches Element zur Destabilisierung der Europäischen Union sowie ihrer Demokratien. "Die AfD als Multiplikator von Putins Propaganda verliert ein wesentliches Element ihrer Politik."
In der Folge rechne er "vor allem im Vorfeld der kommenden Landtagswahlen" mit "einem verstärkten Auftreten von Desinformationskampagnen."
Die Union sieht die rückläufigen Asylantragszahlen als Bestätigung für ihre Migrationspolitik. "Das ist nicht zuletzt entscheidend für die Befriedung unserer Gesellschaft", sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), dem "Handelsblatt". Als Beleg dafür führte er an, dass Migration "nicht mehr als Problem-Thema Nummer eins in den Umfragen" genannt werde. "Damit entziehen wir auch der AfD auf einem entscheidenden Politikfeld den Nährboden und schützen damit unsere Demokratie."
SPD warnt vor Desinformationskampagnen vor Ost-Wahlen
über dts Nachrichtenagentur
19. April 2026 - 17:10 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland