Der Sudetendeutsche Tag in Brünn hat nach Einschätzung der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag einen bedeutenden Beitrag zur deutsch-tschechischen Aussöhnung geleistet. Das sagte der vertriebenenpolitische Sprecher der Fraktion, Volkmar Halbleib, am Sonntag. Er selbst nahm an der Veranstaltung in der tschechischen Stadt teil. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass wir uns erstmals in Brünn treffen – auf Einladung der tschechischen Organisation Meeting Brno“, betonte Halbleib. „Hier wird die historische Aussöhnung mit Leben gefüllt.“
Die SPD-Fraktion hatte bereits in der vergangenen Woche einen Dringlichkeitsantrag in den Landtag eingebracht, der sich hinter den Sudetendeutschen Tag stellt und die Aussöhnung vorantreiben soll.
Dazu gehöre ein klares Bekenntnis zur historischen Schuld der Deutschen. Der Antrag fand eine breite Mehrheit im Maximilianeum. „Es war ein langer Weg von Misstrauen, Schweigen und Verletzungen hin zu gegenseitiger Anerkennung“, erklärte Halbleib. „Diesen Weg wollen wir entschlossen fortsetzen.“
Den nächsten Schritt bildet der traditionelle Vertriebenenempfang der SPD-Landtagsfraktion am 20. Juni. Dabei werden mehrere Protagonisten des Sudetendeutschen Tages mit dem Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis ausgezeichnet: Christa Naaß, Generalsekretärin des Sudetendeutschen Tags, Bernd Posselt, Bundessprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, und die Initiative Meeting Brno. Zudem wird die Auszeichnung „Brückenbauer“ an die Journalistin Caro Matzko, die Landesvorsitzende der Karpatendeutschen Landsmannschaft Ruthenien, Nadja Atzberger, sowie die Landesvorsitzende der Landsmannschaft der Donauschwaben Bayern, Stephanie Schmidmair, verliehen.
SPD sieht Sudetendeutschen Tag in Brünn als Meilenstein der Aussöhnung
über dts Nachrichtenagentur
24. Mai 2026 - 12:00 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland