Um "das Elterngeld kurzfristig in der jetzigen Form zu erhalten, fordern wir die Einführung einer vierwöchigen Familienstartzeit", heißt es dazu weiter. Partner sollen demnach nach der Geburt eines Kindes vier Wochen lang bei vollem Lohnausgleich freigestellt werden. Finanziert werden soll dies laut Vorschlag der Sozialdemokratinnen über ein Umlageverfahren, an dem sich auch Arbeitgeber beteiligen. Man sei der Überzeugung, dass Arbeitgeber ihren Anteil leisten müssten für ein Land, "das familienfreundlich ist und das Bekommen von Kindern fördert", heißt es dazu in dem Beschluss der SPD-Frauen. Kinder würden zu Arbeitnehmern.
Firmen würden durch eine Familienstartzeit nicht übermäßig belastet, argumentiert die SPD. "Ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern müsste durchschnittlich gut 400 Euro pro Monat dafür in die Umlage zahlen", sagte Felix Döring, SPD-Abgeordneter und Mitglied im Haushaltsausschuss, dem "Spiegel". "Zeigen Sie mir ein Unternehmen in der Größenordnung, das davon überfordert wäre."