In Düsseldorf-Oberbilk haben Sondierungsarbeiten zur Entdeckung einer Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg geführt. Die Granate wird am Abend kontrolliert gesprengt, teilte die Stadt Düsseldorf am Mittwoch mit. Dazu müssen bis spätestens 19 Uhr in einem Radius von 300 Metern um die Fundstelle an der Harffstraße bis zu 1.200 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Die Stadt appelliert an die betroffenen Bürger, den Evakuierungsaufforderungen im Gefahrenbereich zügig zu folgen, um die Entschärfung nicht unnötig zu verzögern.
Die kontrollierte Sprengung erfolgt durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf, der die Granate in eine neu geschaffene Grube versetzen und mit rund 60 Tonnen Sand abdecken wird. Bei der Sprengung kann ein Knallgeräusch zu hören sein. Für diejenigen, die während der Evakuierungszeit eine Anlaufstelle benötigen, stehen ab 18:30 Uhr die Räume der Benzenberg-Realschule, Siegburger Straße 38, offen. Dort wird eine Betreuung organisiert. Zudem stehen an der Ecke Harffstraße/Siegburger Straße Rheinbahnbusse für den Transfer zur Betreuungsstelle zur Verfügung. Menschen, die in der Gefahrenzone wohnen und aufgrund von Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, können den Transport über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen.