Die Forderungen nach einer Beendigung des Dauerstreits um das Luftkampfsystem FCAS werden lauter.
In der deutschen Airbus-Belegschaft lehnt man es ab, mit dem französischen Industriepartner Dassault bei der Entwicklung eines zukünftigen Kampfflugzeugs weiter zusammenzuarbeiten. Diese ist die zentrale Säule im FCAS-Projekt. "Es wird Zeit, das Drama mit Dassault endlich zu beenden", sagte der Betriebsratschef der Airbus-Rüstungssparte, Thomas Pretzl, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Die in Bayern ansässige Sparte ist zusammen mit Dassault Hauptauftragnehmer von FCAS.
Der Airbus-Betriebsratschef fordert ein eigenes, federführend von Airbus gebautes Kampfflugzeug. "Europäische Souveränität, Unabhängigkeit von den USA darf Deutschland nicht in die Abhängigkeit der französischen Firma Dassault führen", so Pretzl mit Blick auf Frankreichs Führungsanspruch beim Kampfflugzeug. Auch der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und die IG Metall fordern eine "Zwei-Flugzeug-Lösung" innerhalb von FCAS. Deutschland und Frankreich sollten jeweils eigene Flugzeuge entwickeln. Airbus-Chef Guillaume Faury hatte vergangene Woche dagegen gesagt, dass FCAS aus seiner Sicht weiterhin "als Ganzes sinnvoll ist".
Rufe nach Ende des FCAS-Dauerstreits
über dts Nachrichtenagentur
26. Februar 2026 - 09:38 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland