Rot-Grün will mehr Wärmepumpen in Hamburger öffentlichen Gebäuden

Rot-Grün will mehr Wärmepumpen in Hamburger öffentlichen Gebäuden - (Foto: Wärmepumpe (Archiv))
Hamburg - Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen in Hamburg wollen den Ausbau von Wärmepumpen in städtischen Gebäuden voranbringen. Wie die Fraktionen mitteilten, sieht ein gemeinsamer Antrag eine koordinierte Planung mit sinnvollen Schwerpunkten vor.

In den kommenden 15 Jahren sollen in der Stadt mehr als 1.500 öffentliche Gebäude erneuerbar beheizt werden. In dezentralen Gebieten der kommunalen Wärmeplanung gelten Wärmepumpen als Schlüsseltechnologie.

Die Hamburgische Bürgerschaft soll am Mittwoch über den Antrag entscheiden. Zunächst soll geprüft werden, welche öffentlichen Gebäude das städtische Unternehmen HKE in den kommenden fünf Jahren mit einer Wärmepumpe versorgen kann. Für alle weiteren städtischen Gebäude, die nicht innerhalb der kommenden fünf Jahre durch HKE mit Wärmepumpen ausgestattet werden können und in dezentralen Gebieten der kommunalen Wärmeplanung liegen, soll geprüft werden, ob sie in gemeinsame Cluster gebündelt und an externe Projektrealisierungsträger ausgeschrieben werden können. Melanie Nerlich, energiepolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion Hamburg, verwies darauf, dass 2025 mehr als doppelt so viele Haushalte eine Wärmepumpe beantragt hätten als im Vorjahr.

Die Stadt wolle bei der Umstellung ihrer städtischen Gebäude auf erneuerbare Wärme weiter vorangehen. Dafür brauche es eine gut abgestimmte Planung und sinnvolle Schwerpunkte.

Das städtische Solarunternehmen HKE leiste einen wertvollen Beitrag zum Wärmepumpenausbau, könne den gesamten Ausbau aber nicht allein stemmen. Öffentliche Gebäude, die in den kommenden fünf Jahren nicht von HKE ausgestattet werden könnten und ähnliche Bedingungen vorwiesen, sollten daher in Cluster zusammengefasst und von privaten Unternehmen versorgt werden. Zudem nehme die Stadt den Einbau von Batteriespeichern in den Blick, damit überschüssige Energie nicht verloren gehe. Alexander Mohrenberg, Sprecher für Klima und Energie der SPD-Fraktion, erklärte, Hamburg stehe bei der Wärmewende auch bei den eigenen Gebäuden vor einer großen Aufgabe.

Mehr als 1.500 öffentliche Gebäude müssten in den kommenden 15 Jahren auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung umgestellt werden, was auch viele Potenziale berge. Gerade dort, wo keine Fernwärme vorgesehen sei, seien Wärmepumpen eine zentrale Lösung.

Die Regierungsfraktionen wollten Tempo machen und den Ausbau besser planen. Wenn Gebäude gebündelt, Technik standardisiert und gemeinsam eingekauft würden, könne man schneller und wirtschaftlicher vorankommen.

Das spare öffentliche Gelder und sei gut fürs Klima. Für die nächsten fünf Jahre wolle man einen klaren Fahrplan, welche Gebäude wann umgestellt werden könnten und wo zusätzliche, gebündelte Ausschreibungen sinnvoll seien.

Gleichzeitig solle geprüft werden, wo sich Wärmepumpen sinnvoll mit Batteriespeichern kombinieren ließen. So werde aus vielen Einzelprojekten eine sinnvolle Gesamtstrategie, die Zeit und Geld spare.


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