Mit Blick auf den Kanzler sagte Reddig: "Wir haben jahrelang für den Kanzler geworben, und die Erwartungen waren hoch. Nicht alle wurden erfüllt." Merz` Ziele und die der Jungen Union lägen nicht weit auseinander, "aber es geht natürlich nicht nur darum, in Regierungserklärungen zu beschreiben, was wir wollen. Wir sind die regierungstragende Partei und müssen es umsetzen", so der CDU-Politiker weiter.
Er fordert die Union auf, sich nicht vor unpopulären Entscheidungen zu drücken. "Wenn wir das Land für die Zukunft aufgestellt haben, dann lasse ich mich gerne abwählen", sagte er. "Ich will aber nicht dafür abgewählt werden, dass wir vier Jahre geschlafen haben", sagte Reddig dem "Handelsblatt".
Er verlangt, den Kompromiss der Rentenkommission als Paket noch in diesem Jahr umzusetzen. "Die Rente mit 63 in ihrer jetzigen Form hat keine Zukunft", so der CDU-Politiker. Eine Reform, die das Rentenniveau nicht steigere und den Anstieg der Beiträge nicht wirksam bremse, "wäre nicht guten Gewissens zustimmungsfähig".