Thüringens Ex-Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) sieht eine deutliche politische Nähe zwischen AfD-Fraktionschef Björn Höcke und BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht. Anlass ist Höckes Vorstoß, Wagenknecht zur Ministerpräsidentin des Freistaats zu wählen.
Ramelow sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland": "Herr Höcke hat Frau Wagenknecht wörtlich genommen und die Einladung ausgesprochen, die Frau Wagenknecht in Sachsen-Anhalt an die AfD formuliert hat. Das passt zusammen. Mehr will ich kopfschüttelnd dazu nicht sagen."
Wagenknecht hatte zuvor signalisiert, dass ihre Partei nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September einem AfD-Ministerpräsidenten zur Macht verhelfen könnte.
Der frühere Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger warf Wagenknecht einen "moralischen und politischen Zerfall" vor. Der Schachzug von Höcke diene dazu, Wagenknecht und das BSW vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Spiel zu halten, sagte er dem RND. "Das Beste wäre, das BSW käme gar nicht in den Landtag. Denn wer mit dem Feuer spielt, der sollte kein Benzin bekommen." Mit Blick auf Wagenknecht selbst fügte er hinzu: "Es gibt immer wieder Politiker, die ganz links starten und ganz rechts unten landen."
Höcke hatte in einem Video, das er bei X postete, an Wagenknechts Adresse gesagt: "Ich reiche Ihnen die Hand. Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen."
Ramelow: Höcke und Wagenknecht passen zusammen
über dts Nachrichtenagentur
14. August 2026 - 00:00 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland