Immer mehr Hamburger Familien finden unmittelbar einen passenden Kita-Platz für ihr Kind. Die Zahl der Familien, die auf Unterstützung durch das Kita-Platznachweisverfahren angewiesen sind, ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, teilte die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung mit. Immer seltener müssen Eltern auf das Platznachweisverfahren zurückgreifen, weil sie bereits im regulären Vermittlungsprozess einen passenden Betreuungsplatz für ihr Kind finden.
Die Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen wider.
Die Zahl der offenen Nachweisverfahren ist von fast 70 Verfahren im Dezember 2020 auf nur noch knapp zehn Verfahren im Mai gesunken. Dies entspricht einem Rückgang von rund 86 Prozent. Auch die Zahl der insgesamt durchgeführten Nachweisverfahren hat sich deutlich reduziert. Während im Jahr 2024 hamburgweit noch rund 150 Verfahren erforderlich waren, lag die Zahl im Jahr 2025 bei etwa 50. Damit hat sich die Zahl innerhalb eines Jahres um rund zwei Drittel verringert. In mehreren Bezirken waren Nachweisverfahren zuletzt nur noch in Einzelfällen oder gar nicht mehr erforderlich.
Die positive Entwicklung an vorhandenen Kitaplätzen ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Hierzu zählen die demografische Entwicklung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Betreuungsangebote. Senatorin Ksenija Bekeris betonte, dass eine verlässliche Kindertagesbetreuung weit mehr als ein Betreuungsangebot sei. Sie eröffne Kindern Bildungs- und Entwicklungschancen und ermögliche Eltern, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Das Kita-Platznachweisverfahren bleibt jedoch ein wichtiger Bestandteil des Unterstützungssystems, um Familien in schwierigen Fällen zu begleiten.
Positive Entwicklung bei der Kita-Platzsuche in Hamburg
über dts Nachrichtenagentur
09. Juni 2026 - 16:30 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland