Poseck besucht CSD in Frankfurt und verurteilt queerfeindliche Gewalt

Poseck besucht CSD in Frankfurt und verurteilt queerfeindliche Gewalt - (Foto: Innenminister Roman Poseck und Polizeipräsident Stefan Müller besuchen den Stand der Polizei auf dem CSD (Archiv))
Hessens Innenminister Roman Poseck hat am Samstag den Christopher Street Day (CSD) in Frankfurt besucht. Wie das Innenministerium mitteilte, setzten tausende Menschen in der Innenstadt ein friedliches Zeichen für Vielfalt und die Rechte von queeren Menschen. Auch das Polizeipräsidium Frankfurt war mit einer eigenen Laufgruppe und einem Informationsstand vertreten. Poseck betonte, der CSD sei ein starkes Zeichen für die Vielfalt der Gesellschaft.
Gleichzeitig verwies er auf eine besorgniserregende Entwicklung: Im Jahr 2025 wurden in Hessen 141 queerfeindlich motivierte Straftaten registriert, ein Anstieg um 314 Prozent im Vergleich zu 2021. Der Minister wies auf ein erhebliches Dunkelfeld hin, da viele Betroffene Straftaten nicht anzeigten. Bereits in der Nacht zum Samstag sei es in Frankfurt zu queerfeindlichen Vorfällen gekommen. Ein 62-jähriger Mann wurde in der Innenstadt mit einer Glasflasche ins Gesicht geschlagen, nachdem der Täter auf seine sexuelle Orientierung verwiesen hatte. Zudem wurden aus einer Gruppe heraus Glasflaschen in den Eingangsbereich einer queeren Szenebar geworfen, wobei Sachschaden entstand. Die Polizei konnte einen flüchtenden 21-Jährigen fassen. Poseck verurteilte die Angriffe und stellte sich an die Seite der Betroffenen.

Anzeigen