Das Landgericht München II hat einen 28-jährigen Notfallsanitäter wegen gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, wie das Gericht am Freitag mitteilte.
Der Angeklagte hatte einer Ex-Partnerin im Jahr 2019 heimlich ein starkes Beruhigungsmittel in ein Getränk gemischt. Zudem verabreichte er im Jahr 2023 einer Kollegin während des Dienstes das gleiche Mittel in einer Getränkedose und später über eine Infusion.
Das Gericht sah das Motiv in einer sexuellen Anziehung durch die Hilflosigkeit der Frauen.
Bei der Strafzumessung wertete die Kammer den massiven Vertrauensbruch als belastend. Zugunsten des nicht vorbestraften Angeklagten sprachen der lange Zeitabstand zu den Taten und eine Schlichtungsvereinbarung mit einer Geschädigten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Revision ist möglich.
Notfallsanitäter wegen heimlicher Betäubung von Frauen zu Bewährungsstrafe verurteilt
über dts Nachrichtenagentur
17. Juli 2026 - 17:30 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland