Das Landgericht Köln hat einen Mann wegen Beteiligung an einer Serie von Raubüberfällen auf Geldtransporteure zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt. Das Urteil vom April 2024 ist nun rechtskräftig, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Der Bundesgerichtshof hatte die Revision des Verurteilten als unbegründet verworfen.
Die 21. große Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte an drei von vier Überfällen beteiligt war, die sich zwischen März 2018 und November 2019 in Köln, Limburg und Frankfurt am Main ereigneten.
Bei einem Überfall am Flughafen Köln-Bonn im März 2019 gab ein Mittäter einen Schuss aus einem Sturmgewehr ab und verletzte einen Geldtransporteur schwer. Die Beute betrug damals rund 400 Euro in Münzgeld. Bei zwei weiteren Überfällen in Limburg und Frankfurt stellte der Verurteilte die Fluchtfahrzeuge zur Verfügung, bei denen es sich um zuvor gestohlene Autos handelte.
Der Haupttäter der Serie war bereits zuvor zu 15 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Auch dieses Urteil ist seit Oktober 2025 rechtskräftig. Die Kammer hatte nach insgesamt 105 Verhandlungstagen geurteilt, dass der nun verurteilte Mann wegen besonders schweren Raubes sowie wegen Beihilfe zum besonders schweren Raub in zwei Fällen schuldig ist.
Neun Jahre Haft für Beteiligung an Raubserie auf Geldtransporteure
über dts Nachrichtenagentur
21. Juli 2026 - 14:10 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland