NRW weitet Kooperation zur Talentförderung aus

NRW weitet Kooperation zur Talentförderung aus - (Foto: Studenten in einer Bibliothek (Archiv))
Nordrhein-Westfalen weitet seine Kooperation zur Talentförderung mit der Studienstiftung des deutschen Volkes und dem NRW-Zentrum für Talentförderung aus. Das teilte das Ministerium für Kultur und Wissenschaft am Montag mit. Die Zusammenarbeit, die seit 2018 besteht, wird durch das neue Programm „Vorabitur-Auswahl“ ergänzt, das sich an besonders begabte Schüler aus einkommensschwachen Familien richtet.
Diese Schüler können bereits im letzten Schuljahr eine Zusage für ein Stipendium erhalten, was ihnen den Einstieg ins Studium erleichtert. Wissenschaftsministerin Ina Brandes erklärte, dass das Programm jungen Menschen ohne finanzielle Absicherung frühzeitig Sicherheit und Verlässlichkeit für ihre Zukunftsplanung bietet. Michael Hoch, Präsident der Studienstiftung, betonte die Wirksamkeit der gezielten Ansprache und Begleitung durch die Talentscouts, die junge Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten erreichen. Bernd Kriegesmann von der Westfälischen Hochschule hob hervor, dass Stipendien ein effektives Mittel gegen herkunftsbedingte Chancenunterschiede sind. Die „Vorabitur-Auswahl“ wurde bereits 2025 als Pilotprojekt in sieben Bundesländern eingeführt und auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Fast die Hälfte der Kandidaten wurde von NRW-Talentscouts vorgeschlagen. Die Kooperation begann mit einem Vorschlagsrecht des Talentzentrums für das Auswahlverfahren der Studienstiftung, wodurch ein höherer Anteil an Erstakademikern erreicht wurde.

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