NRW führt fünftes Abiturfach am Beruflichen Gymnasium ein

NRW führt fünftes Abiturfach am Beruflichen Gymnasium ein - (Foto: Klassenraum in einer Schule (Archiv))
Das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen hat die Verbändebeteiligung zur Modernisierung des Beruflichen Gymnasiums gestartet. Wie das Ministerium am Freitag mitteilte, sollen die neuen Regelungen zum Schuljahr 2027/28 in Kraft treten. Kern der Reform ist die Einführung eines fünften Abiturfachs sowie neue Prüfungsformate, die stärker auf Praxis und Projektarbeit ausgerichtet sind. Schulministerin Dorothee Feller erklärte, das Berufliche Gymnasium verbinde seit jeher Allgemeinbildung mit einer starken Praxis- und Berufsorientierung.
Mit der Reform werde dieses Profil gestärkt und konsequent weiterentwickelt. Das fünfte Abiturfach wird grundsätzlich als Präsentationsprüfung abgelegt, bei der Schüler eigenständig eine Aufgabenstellung bearbeiten und ihre Ergebnisse in einer Gruppe präsentieren. Alternativ kann es auch als Besondere Lernleistung erbracht werden, etwa in Form eines Forschungsprojekts. Ein weiterer Schwerpunkt der Reform ist die Neustrukturierung der Bildungsgänge. Künftig werden die bisher zahlreichen Angebote in acht klar erkennbare Bereiche gebündelt: Gestaltung, Gesundheit, Informatik, Naturwissenschaften, Sozialpädagogik, Sport, Technik oder Wirtschaft. Die grundlegende Struktur des Beruflichen Gymnasiums bleibt erhalten, ebenso die Möglichkeit, neben dem Abitur zusätzlich staatlich anerkannte Berufsabschlüsse zu erwerben. Die Verbändebeteiligung läuft bis zum 5. August 2026.

Anzeigen




Anzeigen/Werbung