Außerdem sind ein erster NRW-Kinderrechte-Gipfel Ende 2027 und ein jährliches Lagebild zu Kinderschutz und Kinderrechten geplant. Ladenburger sagte, wer Politik für Kinder und Jugendliche mache, müsse in Lebensläufen denken und nicht in Legislaturperioden.
Sie habe mit vielen Kindern und Jugendlichen gesprochen. Drei Dinge höre sie immer wieder: Sie wollten von Erwachsenen ernst genommen werden, brauchten Orte, an denen sie sich mit Freunden treffen könnten, und wünschten sich ein Leben ohne Armut.
Hier müsse Politik handeln. Das Konzept sei ein wichtiger Baustein, um Kindern und Jugendlichen die Aufmerksamkeit zu geben, die ihnen zustehe. Das Konzept umfasst acht Punkte.
Vorgesehen sind die Beratung der Beauftragten durch junge Menschen, der erste NRW-Kinderrechte-Gipfel, ein Kurzfilmwettbewerb zum Thema "Zukunft" im kommenden Jahr, ein jährliches Lagebild ab 2027, eine Studie zum finanziellen Nutzen von Investitionen in Präventionsarbeit sowie ein "Gesetzes-Check", mit dem Folgen neuer Gesetze für Kinder und Jugendliche erfasst werden sollen. Zudem setzt sich Ladenburger für eine flächendeckende Öffnung von Schulhöfen nach Schulschluss ein.
Fachkräfte in Jugendamt, Kita, Schule und offenen Angeboten sollen besser für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen aus Familien mit menschenfeindlichen Ideologien geschult werden. Petra Ladenburger ist seit Februar im Amt und die erste Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie ist Teil der Landesregierung, arbeitet aber unabhängig.
Zu ihren Aufgaben gehört es, sich für die Belange von Kindern und Jugendlichen einzusetzen, neue Ideen in die Landespolitik einzubringen, Beteiligungsformate zu schaffen und die Vernetzung von Praxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zu fördern. Das gilt auch für erwachsene Betroffene von Gewalt in der Kindheit.
Das Konzept soll kontinuierlich fortentwickelt werden; aktuelle Themen und Entwicklungen sollen in die Arbeit der Beauftragten einfließen.