NRW-Inflationsrate sinkt im Juni auf 2,1 Prozent

NRW-Inflationsrate sinkt im Juni auf 2,1 Prozent - (Foto: Tankstelle (Archiv))
Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen ist im Juni 2026 auf 2,1 Prozent gesunken. Das teilte der Landesbetrieb IT.NRW am Dienstag mit. Gegenüber dem Vormonat Mai sank der Preisindex um 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise für Kraftstoffe den zweiten Monat in Folge u. a. vor dem Hintergrund des sogenannten "Tankrabatts" der Bundesregierung (–8,3 %): Diesel wurde um 10,8 % und Benzin um 7,5 % günstiger. Der Tankrabatt gilt im Zeitraum vom 01. Mai bis zum 30. Juni 2026 um Autofahrende zu entlasten.
Dabei muss die Steuersenkung um bis zu 0,17 Euro pro Liter von den Mineralölkonzernen nicht zwingend an die Endverbraucherinnen und Endverbraucher weitergegeben werden. Im Bereich der Nahrungsmittel verzeichnete Obst Preisrückgänge um durchschnittlich 3,9 %. Gemüse wurde ebenfalls günstiger angeboten, wobei insbesondere die Preise für Salatzutaten wie Kopf- bzw. Eisbergsalat (– 20,7 %), Tomaten (–16,5 %) und Paprika (–10,0 %) sanken. Teurer wurden andere frische Lebensmittel wie beispielsweise Kartoffeln (+15,6 %), Möhren (+10,3 %), Gurken (+3,6 %) und Bananen (+3,2 %). Zwischen Juni 2025 und Juni 2026 sind die Nahrungsmittelpreise um durchschnittlich 0,1 % gesunken, womit sie erstmals seit März 2024 unter dem Vorjahresniveau lagen. Deutlich günstiger angeboten als vor einem Jahr wurden Speisefette und -öle (–16,1 %), darunter insbesondere Butter (–31,5 %). Innerhalb der Molkereiprodukte inkl. Eier verlief die Preisentwicklung unterschiedlich: Die Preise für Käse und Quark sanken um 8,1 %, wohingegen die Preise für Eier binnen Jahresfrist um 14,0 % angestiegen sind. Die Energiepreise entwickelten sich weiterhin gegenläufig: Während Strom und Gas zwischen Juni 2025 und Juni 2026 Preisrückgänge verzeichneten (–4,2 % bzw. –1,3 %), wurde insbesondere Heizöl deutlich teurer angeboten (+16,0 %). Die Preise für Kraftstoffe stiegen insgesamt um 5,6 %: Diesel lag um 8,3 % und Benzin um 4,7 % über dem Niveau von Juni 2025. Die Preise für Dienstleistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat u. a. in den Bereichen soziale Einrichtungen (+6,5 %), Übernachtungen (+5,0 %) und Gaststätten (+3,1 %)

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