Münchner zu elf Jahren Haft verurteilt

Münchner zu elf Jahren Haft verurteilt - (Foto: Justicia (Archiv))
Das Landgericht München I hat einen 28-jährigen Mann wegen versuchten Mordes, besonders schwerer Vergewaltigung und weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und drei Monaten verurteilt. Das teilte das Oberlandesgericht München am Montag mit. Das Schwurgericht ordnete zudem den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung an. Der Vorsitzende Richter bezeichnete die Straftaten des Angeklagten als "monströs", "hoch professionell" und "menschen- und frauenverachtend".
Dem Gericht zufolge habe der Mann seine damalige Partnerin in sieben Fällen mit einer Kombination aus drei Narkosemitteln betäubt und dann vergewaltigt. In einem Fall habe sich die Tat über mehr als drei Stunden hingezogen, hieß es. Die Taten habe der Angeklagte gefilmt und die Videos gespeichert, so das Gericht. Ein Foto habe er über einen Telegram-Chat geteilt. Über solche Chats sei er laut Gericht auch mit weiteren Beschuldigten in Frankfurt und Berlin in Kontakt gestanden. Das Gericht sah in zwei Fällen versuchten Mordes als erwiesen an, da der Angeklagte wissentlich eine lebensgefährliche Narkosemittelkombination angewandt habe und nichts unternommen habe, um das Leben der Frau zu retten. Zugunsten des bislang nicht vorbestraften Angeklagten wertete das Gericht einen Täter-Opfer-Ausgleich, bei dem er 20.000 Euro zahlte, sowie sein Geständnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; die Revision zum Bundesgerichtshof kann binnen einer Woche eingelegt werden.

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