Bundeskanzler und CDU-Parteichef Friedrich Merz hat auf seiner Rede zu Beginn des Bundesparteitags in Stuttgart das transatlantische Bündnis beschworen - aber auch gleichzeitig mehr Unabhängigkeit angemahnt.
Die "Amerikaner sollen unsere Freunde bleiben", sagte Merz, die USA würden allerdings selbst gerade das Interesse verlieren, "verlässlicher Taktgeber" zu sein. Auf diese neue Situation müsse man sich nun einstellen.
In Bezug auf den Ukraine-Krieg warnte der Kanzler erneut vor einer Appeasement-Politik: "Wer heute einem naiven Pazifismus folgt, der befördert die Kriege von morgen", so der Kanzler. Der Grönland-Konflikt habe zudem gezeigt, dass Europa etwas erreichen könne, wenn es zusammenhalte.
Zu den seiner Ansicht nach nun erforderlichen Maßnahmen gehöre einerseits ein Investieren in die Verteidigung, damit man sich "nicht erpressen lassen" müsse, so der Kanzler.
Andererseits müsse Deutschland und Europa aber auch die Wirtschaftskraft wieder stärken.
Merz auf Parteitag: "Amerikaner sollen unsere Freunde bleiben"
über dts Nachrichtenagentur
20. Februar 2026 - 12:34 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland