Mehr Auszubildende in Pflege- und Gesundheitsberufen in NRW

Mehr Auszubildende in Pflege- und Gesundheitsberufen in NRW - (Foto: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv))
Die Zahl der Auszubildenden in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen in Nordrhein-Westfalen ist gestiegen. Das hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales am Mittwoch mitgeteilt. Grundlage ist die aktuelle „Landesberichterstattung Gesundheitsberufe Nordrhein-Westfalen 2025“, die Minister Karl-Josef Laumann gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Gutachter Michael Isfort vorstellte. In der generalistischen Pflegeausbildung stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von 14.457 im Jahr 2020 auf 16.937 im Berichtsjahr 2024.
Für das Jahr 2025 werden bereits 17.253 Neuverträge erwartet. Auch die Zahl der Absolventen wuchs: 2024 qualifizierten sich 10.412 Pflegefachkräfte, ein Anstieg von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Pflegefachassistenz stieg die Zahl der Auszubildenden von 1.317 im Jahr 2021 auf 7.001 im Jahr 2025, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den Therapie- und Gesundheitsfachberufen wie Logopädie oder Anästhesietechnischer Assistenz lagen die Schülerzahlen 2025 rund 56 Prozent höher als 2017 vor Einführung der Schulgeldbefreiung. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass unsere Anstrengungen zur Stärkung der Ausbildung wirken“, erklärte Minister Laumann. Er verwies auf Investitionen des Landes von rund 350 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung von Ausbildungsplätzen. Die Prognosen des Berichts deuten darauf hin, dass der Ersatzbedarf durch Renteneintritte bei Pflegefachkräften bis 2030 kompensiert werden kann. Zugleich verwies der Bericht auf Herausforderungen wie die Sicherung hoher Abschlussquoten oder die Gewinnung männlicher und ausländischer Auszubildender.

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