Linke wirft Senat Kürzungen bei Schulbegleitungen vor

Linke wirft Senat Kürzungen bei Schulbegleitungen vor - (Foto: Kinder in einer Schule (Archiv))
Die Hamburger Linksfraktion hat dem Senat vorgeworfen, die Inklusion an Schulen durch massive Kürzungen bei den Schulbegleitungen zu gefährden. Aus der Fraktion hieß es am Dienstag, die Schulbehörde plane offenbar eine Umstrukturierung, die insbesondere den Einsatz von fachlich ausgebildetem Personal drastisch reduzieren soll. Grundlage sei ein Schreiben an die Schulleitungen aller Hamburger Gymnasien, Stadtteilschulen und Grundschulen. Laut der schulpolitischen Sprecherin Sabine Ritter sollen Fachkräfte ab dem kommenden Schuljahr nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt werden.
Derzeit machten sie rund 16 Prozent aller genehmigten Schulbegleitungen aus. „Die angekündigten Veränderungen laufen auf massive Kürzungen hinaus – quantitativ wie qualitativ“, kritisierte Ritter. Der Anspruch eines inklusiven Schulsystems werde durch solche Entscheidungen grundsätzlich in Frage gestellt. Bereits jetzt seien viele Eltern verzweifelt, weil trotz Genehmigung keine geeignete Schulbegleitung gefunden werde. Ritter forderte Schulsenatorin Xenija Bekeris auf, den betroffenen Eltern und Schülern transparent darzulegen, was die Änderungen für das kommende Schuljahr bedeuten. Die Fraktion habe eine Schriftliche Kleine Anfrage zu den geplanten Einschnitten eingereicht. „Wie viele Schulbegleitungen bleiben im kommenden Jahr noch übrig? Wie steht es um die Fachlichkeit in der Schulbegleitung?“, fragte Ritter.

Anzeigen