Das internationale Ermittlungsprojekt „Medusa“ hat europaweit Netzwerke aufgedeckt, in denen Frauen betäubt und vergewaltigt wurden. Die Taten wurden anschließend online verbreitet. Diese Erkenntnisse zeigen, wie systematisch und organisiert geschlechtsspezifische Gewalt stattfindet, teilte Hila Latifi, Fachsprecherin für Feminismus der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft, mit.
Latifi betont, dass die erschütternden Ergebnisse des Projekts verdeutlichen, wie perfide sexualisierte Gewalt organisiert wird.
Frauen werden betäubt, vergewaltigt und ihre Misshandlung in digitalen Netzwerken verbreitet. Viele Betroffene nehmen die Taten aufgrund der eingesetzten Betäubungsmittel zunächst nicht wahr oder können sich später nicht daran erinnern. Dies macht die Brutalität der Täter deutlich.
Die wiederholte Berichterstattung über besonders schwere Fälle sexualisierter Gewalt in Hamburg muss als Weckruf verstanden werden. Latifi fordert, dass der Schutz von Frauen nicht erst nach einer Tat einsetzen darf. Es sei notwendig, endlich eine umfassende Strategie gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu entwickeln, die Prävention, Schutz und Strafverfolgung wirksam miteinander verbindet.
Linke: Hamburg muss Betroffene sexueller Gewalt besser schützen
über dts Nachrichtenagentur
03. Juli 2026 - 12:25 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland