Das landesweite Konsortium KIRO.NRW wird von der Universität Bonn koordiniert und soll bis Ende des Jahres starten. Dem Ministerium zufolge haben sich acht führende Forschungsstandorte zusammengeschlossen. Neben der Universität Bonn sind die RWTH Aachen, die TU Dortmund, die Universität Bielefeld, die Universität Duisburg-Essen, die TH Köln, das Fraunhofer-Institut IML Dortmund und das Fraunhofer-Institut IAIS St. Augustin beteiligt.
Geplant sind vier standortübergreifend vernetzte Reallabore zu KI-basierter Servicerobotik in Alltagsumgebungen, Produktion und Logistik, Medizin und Gesundheit sowie Field Robotics für Landwirtschaft und Bauwesen. Mit dem Projekt sollen neue Geschäftsmodelle entwickelt, neue Produktionslinien aufgebaut und Fachkräfte im Bereich KI und Robotik qualifiziert werden.
Wissenschaftsministerin Ina Brandes erklärte, KIRO.NRW sei ein wichtiger Baustein zu mehr technologischer Souveränität. Die beteiligten Einrichtungen würden enger zusammenarbeiten und ihre wissenschaftliche Exzellenz ausbauen.
Davon profitierten die Menschen, etwa durch präzisere Operationen, robotergestützte Therapien oder effizientere Baustellen. KIRO.NRW ergänzt nach Angaben des Ministeriums die Maßnahmen des Bundes aus dem KI-Robotik-Booster im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland. Bei der Ausschreibung für Robo-Hubs seien fünf Bewerber-Teams aus Nordrhein-Westfalen oder mit NRW-Bezug angetreten, die alle eine Verbindung zu KIRO.NRW hätten.
Der Bund will Anfang Oktober über die Förderung entscheiden. Aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur stehen insgesamt 2,3 Milliarden Euro für Hochschulen, Hochschulmedizin und Forschung zur Verfügung. Der Plan ist mit 60 Milliarden Euro das größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Landes. Über zwölf Jahre stellt die Landesregierung rund 31,2 Milliarden Euro bereit, davon rund 21,3 Milliarden Euro für Kommunen und knapp 10 Milliarden Euro für die Infrastruktur des Landes.